Streitunkultur

Wort- und Zitatensammlung zur parteipolitischen Auseinandersetzung

von Günter Mann

 

Inhalt 

(wird laufend ergänzt und aktualisiert)

(gewünschtes Kapitel oben anklicken!)

 

Wenn Politik nicht vorbildlich ist. Vorbemerkung

Streit gehört dazu

Politik ist keine Harmonieveranstaltung

    Wahlkämpfe ohne Streit

Streitunkultur im Mehrparteienstaat    

     Auseinandersetzungen zwischen den Parteien werden abqualifiziert

     Innerparteiliche   Auseinandersetzungen  

     Negative Etikettierung von   Staat und Gesellschaft      

     Negative Etikettierung   gegnerischer Parteien 

      Beispiel SPD

      Beispiel CDU/CSU

      Beispiel FDP

      Beispiel Grüne

      Beispiel KPD, PDS, Die Linke

      Beispiel BSW

      Beispiel AfD

      Beispiel Freie Wähler

      Beispiel Piraten

Pauschal-Etikettierungen von Partei-Neugründungen und kleineren Parteien

Namensverhunzung

Inhaltsleeres Reden   

Beispiel: Gegner werten Rhetorik von KanzlerInnen und  Kanzlerkandidaten ab

Reden wird wenig geschätzt, Taten zählen

Streit als "Kampf", "Krieg", "Feindschaft"     

       Streit als "Kampf"   

       Streitunkultur mit Militär-         und  Kriegsrhetorik    

       Feindrhetorik   

Beispiel: Der Gegner ist deutschfeindlich, volksfeindlich, gegen Nation, Heimat, Vaterland  

 

Voraussetzungen von Streitkultur

Idealer, vorbildlicher Sprechstil

     "Gutsprech" mit mehr   Aufmerksamkeit

      Beispiel:  "Diplomatensprech"

Wie Streitunkultur benannt wird: 

     Streitunkultur allgemein  

     Streitunkultur konkreter  

     "Haudrauf-Rhetorik"  

Gendern, Wokeness, politische Korrektheit  

      Entschuldigungen,   Rückzieher

Streitunkultur verwendet Superlative 

Streitunkultur benutzt unbestimmte Begriffe   

      Beispiel "gesunder   Menschenverstand"       

      Beispiel "Kapitalismus"   

      Beispiel "Sozialismus"  

      Beispiele "Volkspartei",     "Mitte", "bürgerlich" 

Der Gegner ist entweder prinzipienlos oder er ist Ideologe  

Der Gegner wird mit -ismen etikettiert

     (Schein-)Präzisierungen bei 

     Aktivismus, Antisemitismus,   Faschismus, Feminismus,           Konservatismus, Liberalismus,   Patriotismus, Populismus,       Rassismus

Streitunkultur malt Schwarz-Weiß 

Abwertung von Kritik 

Der Gegner wird mal als Unheilsprophet und mal als Unheil herabgesetzt  

Der Gegner ist realitätsfremd 

Der Gegner hat Machtallüren

Der Gegner versagt in der Finanzpolitik

Der Gegner hat schlechte Eigenschaften

Der Gegner lügt, täuscht, fälscht, betrügt  

Der Gegner ist neidisch 

Der Gegner begeht Unrecht, ist kriminell, gewalttätig   

Der Gegner steht für Gift, Kälte, Dreck, Dunkelheit, Gestank  

Zur Streitunkultur gehört, den Gegner mit Bezug auf Geschlecht, Lebensalter oder Aussehen abzuwerten

Der Gegner ist wie eine Marionette 

Gegnerische Koalitionen scheitern  

Der Gegner kopiert  

Der Gegner handelt entweder zu früh, zu schnell oder zu spät, zu langsam  

Die gegnerische Regierung macht entweder einen Fehlstart oder sie ist am Ende  

Der Gegner handelt entweder zu starr oder zu wechselhaft, im Zick-Zack  

Dem Gegner wird mal zu wenig, mal zu viel Transparenz angelastet  

      Transparenz, Intransparenz in Untersuchungsausschüssen

Der Gegner ist wie ein Tier

Der Gegner ist krank

 

 

 KI  (2026) zu "Streitunkultur.de":

 

"Die Sammlung auf Streitunkultur.de zeigt vor allem, wie politischer Streit sprachlich entgleisen kann – und genau darin liegt ihr Lernwert. Die Seite dokumentiert typische Muster der Abwertung, Vereinfachung und Emotionalisierung in parteipolitischen Auseinandersetzungen. Dadurch wird sichtbar, welche rhetorischen Mechanismen Streit eskalieren, statt ihn konstruktiv zu machen.

 

Was man aus der Sammlung lernen kann

  1. Wie politische Sprache Konflikte formt

Die Seite zeigt zahlreiche Beispiele für:

 

Negative Etikettierungen („der Gegner ist deutschfeindlich“, „HaudraufRhetorik)

 

Verhunzungen von Parteinamen

 

Inhaltsleeres Reden und Schlagworte ohne Substanz

 

Kriegs- und Feindmetaphern zur Emotionalisierung

 

Solche Muster machen deutlich, wie Sprache genutzt wird, um Gegner zu delegitimieren oder Diskussionen zu polarisieren.

 

  1. Warum Streit oft eskaliert

Viele der gesammelten Beispiele zeigen, dass Streit nicht eskaliert, weil Themen unlösbar wären, sondern weil:

 

moralische Zuschreibungen statt Argumente dominieren

 

Komplexität reduziert wird

 

Emotionen über Sachlichkeit gestellt werden

 

Das deckt sich mit klassischen Zitaten über Streit, etwa Chestertons Hinweis, dass Menschen streiten, „weil sie nicht gelernt haben zu argumentieren“.

 

  1. Wie konstruktive Streitkultur aussehen könnte

Indem die Seite die Unkultur sichtbar macht, wird indirekt klar, was fehlt:

 

präzise Argumentation statt Etikettierung

 

Anerkennung des Gegenübers statt Entmenschlichung

 

Fokus auf Inhalte statt auf Feindbilder

 

Bereitschaft, Fehler einzugestehen

 

Die Sammlung wirkt damit wie ein Negativspiegel: Sie zeigt, was man vermeiden sollte, um politische Debatten produktiver zu gestalten.

 

Ein tieferer Lerneffekt: Sprachkritik als Demokratietraining

Die Seite ist nicht nur ein Archiv schlechter Beispiele, sondern ein Werkzeug, um die eigene Medienkompetenz zu schärfen. Wer erkennt, wie Sprache manipulativ eingesetzt wird, kann:

 

politische Aussagen besser einordnen

 

sich weniger von Schlagworten leiten lassen

 

differenzierter diskutieren

 

bewusster mit Sprache umgehen

 

Damit wird Streitunkultur.de zu einer Art Sprachlabor für politische Bildung."